Die Medien überschlagen sich vor Aufregung. Noch acht Tage bis zur Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Es wird ein Fest der Superlative. Damit sich niemand ausge-schlossen fühlt, berichten manche Zeitungen nun täglich über die Hochzeit des Jahrhunderts: Da wird die Mindestlänge eines Fracks diskutiert, es wird recherchiert, wie viel Reinigungsmittel man für das Polieren der Hochzeitskutsche brauchte und es wird die Trauungszeremonie in all ihren Details erklärt. Keine noch so winzige Handlung bleibt unkommentiert. Wer sich für die Hochzeit des Jahrhun-derts interessiert – es sollen mehrere hundert Millionen Fernsehzuschauer sein –, kann gut vorbereitet das Geschehen mitverfolgen. Die Zeitungs-Serien sind ein echter Service. Man hat einfach mehr von der Fernsehübertragung, wenn man schon ein Hintergrundwissen mitbringt. Übrigens: Noch drei Tage, dann ist Ostern. Ein Fest der Superlative. Da wird in jeder Kirche groß gefeiert. Dafür lief eine vierzig-tägige Serie zur Vorbereitung: die Fastenzeit. Wer die Zeit genutzt hat – zum Beispiel durch das Lesen der Texte von P. Anselm Grün in der KIZ – hat sich etwas Gutes getan. Es hilft, dass man das große Fest am Ostersonntag sehr bewusst mitfeiern kann. Im Unterschied zur königlichen Hochzeit besteht in der Kirche aber kein Hutzwang für die Damen und die Länge des Fracks ist auch unerheblich.