Eier haben in vielen Kulturen eine symbolische Bedeutung. Und sie werden zu Ostern schon lange verschenkt; gekocht, wegen der Haltbarkeit.
Bemalte Eier verschenkten schon die Chinesen vor 5000 Jahren zu Frühlingsanfang als Symbol der Fruchtbarkeit. Für die Juden symbolisiert das Ei bei Trauermahlzeiten verhindertes Leben und ist damit Zeichen der Trauer. Zugleich ist es Symbol des Lebens und der Hoffnung, das lehrt, die Hoffnung nicht aufzugeben. Das Ei galt den Christen als „flüssiges Fleisch“. So aß man in der Fastenzeit, gerade in der legefreudigen Zeit der Hennen, auch keine Eier. Durch Erhitzen oder Einlegen wurden die Eier für gewisse Zeit haltbar gemacht. Solche Eier verschenkte man auch. Das Osterei war im Christentum schon vor dem Ost-West-Schisma (1054) in der Ost- wie in der Westkirche bekannt. Es wurde am Ostermorgen verschenkt. Seine rote Farbe symbolisiert das Grab Jesu: Das Ei ist hart wie ein Stein, tot, leblos und kalt. Und doch beinhaltet es das Leben, das durch die Farbe des Blutes ausgedrückt wird. Die Botschaft lautet: Christus ist auferstanden und lebt!
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- Beim Denk Mal Nr. 14 (von Korinth nach Athen sind es knapp 80 Kilometer, vom Trasimener See, der nahe Perugia liegt, nach Rom etwa 190 km), hat Karoline Mühlböck aus Sankt Agatha gewonnen.