Mütter gibt es nicht nur dort, wo Kinder sind. Die Erde ist eine Mutter. Die Natur auch. Aber wie ist es mit der Mutter Oberin oder der Ehrwürdigen Mutter, wie die Oberin eines Frauenordens oft genannt wird?
Bei Wikipedia liest man: „Die übliche Anrede einer Oberin lautet ,Mutter Oberin’ oder (veraltet) auch ,Ehrwürdige Mutter’... Heutzutage wird allerdings häufig die schlichte Anrede ,Schwester’ verwendet.“
Wir haben bei einigen Frauenorden nachgefragt und können bestätigen, dass vielfach die „Mutter“ der „Schwester“ gewichen ist. Seit mehr als zehn Jahren gilt dies zum Beispiel für die Steinerkirchner Schwestern und für die Barmherzigen Schwestern. Die Redemptoris-tinnen in Ried kennen die Anrede „Mutter“ zwar noch, aber auch die Anrede mit Schwester ist gebräuchlich. „Eine Oberin hat schon etwas Mütterliches“, sagt Schwester M. Anna Stehrer, die Priorin des Klosters: Für alle da sein, damit sich jede wohlfühlen kann. Auf jede eingehen, so gut es geht. Jeder das Ihre zukommen lassen. In der Tagesmeinung beten die Redemptoristinnen am Muttertag für die eigenen Mütter und das Mütterliche in der Welt. Es soll mehr zum Tragen kommen.
Machen Sie mit: Die Bezeichnung „Mutter“ kommt in vielen Verbindungen vor. So wird nicht nur die Mutter Gottes „Alma Mater“ genannt, sondern auch die Universität. Woher rührt diese Bezeichnung für die Unis? Schicken Sie Ihre Antwort bis 13. Mai. - Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at
- Beim Denk Mal Nr. 16 (die österliche Speisenweihe gibt es seit dem 12. Jahrhundert) hat Angela Schneeberger aus Unterweitersdorf gewonnen.