Die beste Frauenförderung ist eine aktive Arbeitsmarktpolitik, sagt unsere Frauenministerin. Wenn du arbeiten gehst, bist du viel verträglicher, sagt mein Mann. Ich bin seit einiger Zeit wieder selbstbewusster und fröhlicher, da hat er recht. Der Grund dafür? Ich bin eine Mutter, die arbeiten geht.
Seit April vertrete ich in der Redaktion der KirchenZeitung Elisabeth Leitner, die sich ihrerseits auf ihre Rolle als Mutter vorbereitet. Davor war ich zuhause. Beschäftigt mit meinen Kindern, dem Haushalt und kleineren Schreibarbeiten, manchmal gleichzeitig. Ich wollte aber noch mehr von meinen Fähigkeiten ausschöpfen.
Jetzt lerne ich neue Menschen kennen. Ich kann mich weiterbilden, erfahre Anerkennung und die Freude, mich mit Kolleginnen und Kollegen austauschen zu können. Eine Freude, die sich davor mit Staubsauger und Putztuch nicht so richtig einstellen wollte.
Am wichtigsten aber ist, dass die Zeit mit meinen Kindern qualitätsvoller ist. Wir sind bewusster zusammen, reden und spielen, ohne dass ich dabei eine E-Mail beantworte oder die Küche putze. Bei uns ist es jetzt unordentlicher, dafür bin ich aufgeräumt ...