„Von guter Tat zu globaler Gerechtigkeit“ heißt einer der Beiträge im Buch „Weltordnungspolitik in der Krise“. Auf dem blauen Planeten gibt es keine „Entwicklung für uns und eine andere für die Armen, die anderen, die draußen. Auf dem blauen Planeten ist auch Entwicklung (wie Friede) letztlich unteilbar.“ – Zu diesem Resümee kommt Irene Freudenschuss-Reichl, Leiterin derAbteilung für Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium. Die Unteilbarkeit, so könnte man mit Dieter Senghaas, einem anderen Autor des Buches formulieren, braucht „wegweisende beispielhafte Praxis“. Insofern korrespondiert das Buch gut mit dem in dieser Ausgabe vorgestellten Solidaritätspreis der KirchenZeitung, wenn es auch aus anderem Anlass entstanden ist: Es enthält die Vorträge des internationalen Symposiums zum 40-Jahr-Jubiläum von „Iustitia et Pax“, gehalten im Juni 2009 in Wien. Ingeborg Gabriel, Direktorin der Kommission „Iustitia et Pax“ der österreichischen Bischofskonferenz, und deren Vorsitzender, Bischof Dr. Ludwig Schwarz, haben es herausgegeben.
Ingeborg Gabriel, Ludwig Schwarz (Hrsg.), Weltordnungspolitik in der Krise. Perspektiven internationaler Gerechtigkeit, Ferdinand Schöningh,ISBN 978-3-506-77085-1, 214 Seiten, Euro 29,90.
Monster, aber sanft
Brüssel, so der Befund des bekannten deutschen Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger ist ein Monster, ein sanftes. Der Autor präsentiert eine scharfzüngige Brüssel-Kritik, die gleichzeitig aufstacheln will zu mehreuropäischer Mündigkeit.
Hans Magnus Enzensberger, Sanftes Monster Brüssel oder die Entmündigung Europas, Edition Suhrkamp, ISBN 978-3-518-06172-5, 73 Seiten, Euro 7,20.