Geburtstagsfeier, Gottfried Gansinger 70 Jahre, Ried im Innkreis, Verwandtschaft, Freunde, Familie, Fest im Garten Gansinger, Wilflingsederstra?e 29, kaltes Buffet, Holzschwein-Servierbrett
„Geh weida, bleib stehn!“ – Eine Leserin hat bei einer der letzten mundartlichen „Denk Mal“-Aufgaben auf diese Widersprüchlichkeit aufmerksam gemacht. Gerade in der Umgangssprache mangelt es nicht an Widersprüchlichem, inhaltlich oder sprachlogisch.
„Ich bitte Dich, Dich zu beeilen!“Ein höflicher Mensch schreibt in der Du-Anrede alles, was mit Du zusammenhängt, mit großem Anfangsbuchstaben, quasi mit Verneigungsgröße. Der gleiche höfliche Mensch verringert aber die Verneigungsgröße, wenn er sich noch untergebener zeigt: „Ich bitte Sie, sich zu beeilen!“ Sie wird im Sich klein, Du bleibt im Dich groß. Ungereimt, oder?
„Geh weida, bleib stehn“, ist auch unlogisch. In diesem Fall inhaltlich. Soll ich jetzt weitergehen oder stehen bleiben? Als ich neulich vor einem Salatbuffet in der Schlange stand, meinte eine Frau, die gerade ihren Teller gefüllt hatte, zu ihrer Freundin: „I hab ma a weng vü aufg’loadn.“ Hat sie sich jetzt wenig oder viel Salat herausgenommen? Ich darf mir nicht herausnehmen, das zu beantworten.
Machen Sie mit: Schicken Sie uns bis 27. Mai 2011 eine oder mehrere sprachliche Ungereimtheiten, mundartlich oder Schriftdeutsch. Wir verlosen ein Sprachbuch.
- Beim Denk Mal Nr. 18 (die Universität wird im übertragenen Sinn als „Alma Mater“ bezeichnet, als gütige, nährende Mutter, weil sie die Studierenden mit Wissen nährt) haben Hedwig Dehmer aus Linz und Sr. Margret Grill aus Klein Erla, St. Valentin, gewonnen.