Mein Namenspatron ist der hl. Wilhelm von Aquitanien. Er lebte in der Zeit und im Umfeld von Karl dem Großen. Wilhelm war zunächst Soldat, gründete dann aber ein Kloster, in das er wenig später selber als Laienbruder eintrat. Er wollte dort nichts Besonderes sein, sondern einfache Dienste tun.
Von klein auf wurde ich Willi genannt – das passt zu mir gut –, aber im Kalender und im Reisepass steht Wilhelm.Und Wilhelm steht im Jahreslauf öfters im Kalender.Warum ich auf diesen Wilhelm „zurückgetauft“ wurde, hängt wohl mit der Erinnerung an einen Onkel gleichen Namens zusammen, der im Krieg gefallen ist. Obwohl ich ihn nicht persönlich kennengelernt habe, ist er mir durch Erzählungen und viele erhaltene Briefe vertraut. Er war am Weg zur Priesterweihe.Ich fühle mich ihm verbunden, ebenso wie dem Namenspatron und anderen, die diesen Namen tragen.
Willi Vieböck, Bischofsvikar, Leiter des Pastoralamtes der Diözese Linz und Herausgeber der KirchenZeitung.