Ich freue mich über meinen Namen und bin stolz, dass ich so heiße wie mein Vater und Großvater. Ich habe ihn als Zweitnamen an meinen Sohn Clemens Anton weitergegeben. Bereits als Kind ist mir der hl. Antonius als Patron für verlorene Dinge (Patron der Schlampigen) bewusst geworden. Wie meine Mutter und Großmutter immer zu sagen pflegten: „Wenn du etwas verloren hast, bete zum hl. Antonius, damit er dir hilft, den verlorenen Gegenstand wieder zu finden.“ Heute weiß ich, dass er auch der Patron der Armen, Liebenden und Reisenden ist und dass er vor Krankheiten schützt. Der Heilige ist am 13. Juni 1231 bei Padua mit 36 Jahren gestorben und wurde bereits elf Monate nach seinem Tod in den Kreis der Heiligen aufgenommen. Er war ein begnadeter Prediger, sodass ihm, der Legende nach, sogar die Fische aufmerksam zuhörten. Um die Fürsprache des hl. Antonius zu erlangen, muss man ihm aber laut Aussagen meiner Mutter etwas versprechen. Vielleicht gibt es von daher noch heute das „Armenbrot“.