BRIEF_KASTEN
„Jede Reise lässt sich zumindest in Teilen nachhaltig gestalten.“ So stand es erst vor zwei Wochen in der Kirchenzeitung zu lesen. Vergangenes Wochenende habe ich mir das quasi zu Herzen genommen. Was die Winteraktivitäten betrifft, betrat ich Neuland, als ich mit meinem Sohn zum Skitag mit Zug und Bus nach Hinterstoder unterwegs war.
Das Positive zuerst soll nicht verschwiegen werden: Bei der Rückreise am Ende eines schönen Skitags hat alles klaglos funktioniert.
Dass wir nicht die einzigen beiden Skifahrer waren, die öffentlich anreisten, war auch grundsätzlich erfreulich. Nur bei der Hinreise war das schwierig, weil sich beim Umsteigen vom Zug in den Skibus herausstellte, dass wir deutlich zu viele waren für den Kleinbus, der auf uns wartete. Wie ich später erfuhr, passiert das gar nicht so selten.
Bei der Rückreise wäre das halt besonders blöd, weil wer nicht in den Bus reinkommt, verpasst auch den Anschlusszug. Wer mehr Glück oder Pech hatte, die sechs Jugendlichen, die 20 Minuten später mit einem Verstärkerbus fahren mussten oder wir, die eingequetscht im Bus standen, weiß ich nicht.
In diesen Momenten frag’ ich mich, wieso es eigentlich den Autofahrer:innen (zu denen ich ja auch meistens gehöre) durchwegs so bequem gemacht wird, während Zug- oder Busreisende immer wieder ganz schön viel aushalten müssen.
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