BRIEF_KASTEN
Am Schluss wurde es doch noch winterlich. Das Wort Schneechaos ist nicht übertrieben für unsere Heimfahrt vom Skiurlaub: Eine zwischenzeitlich gesperrte Bundesstraße und hängen gebliebene Lkw auf der Autobahn verlängerten die Fahrtzeit von Osttirol nach Hause auf neun Stunden.
Wenigstens schaffte es ein Radiosender, uns mit einem Lied des italienischen Sängers Lucio Dalla zwischendurch abzulenken. Dalla drückt seine Sehnsucht nach einer Frau mit schrägen (manche würden auch sagen: teils übergriffigen) Textzeilen aus wie „Ich möchte das Wasser in deiner Dusche sein“, „Ich möchte der Burger sein, den du essen wirst“ oder „Ich möchte der Motor deines Autos sein“.
Bald war dann aber Schluss mit lustig und die ganze Familie nur noch genervt vom endlos langen Sitzen im Auto. Ich haderte damit, keine Schneeketten mehr gekauft zu haben, weil so die Ausweichrouten vom Megastau für das Auto nicht zu packen waren.
Da für unseren Wagen nur sauteure Ketten in Frage kommen (wieso, weiß nur der Autohersteller), wollte ich zuerst das Geld nicht in die Hand nehmen.
Apropos Kosten: Klar, ein Skiurlaub ist auch nicht billig. Während aber etwa die teils hohen Preise in den Skihütten häufig (und zu Recht) thematisiert werden, sind die Ausgaben für alles rund ums Auto (nicht nur der Treibstoff) besonders stark gestiegen. Das scheint die meisten Menschen aber nicht sonderlich aufzuregen.
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