BRIEF_KASTEN
Marcel Callo (1921–1945) wird als „Märtyrer der Arbeiterjugend“ verehrt. Er wuchs in Frankreich in einer kinderreichen, religiösen, katholischen Arbeiterfamilie auf. Schon früh war er als Ministrant und Pfadfinder aktiv.
Mit 13 Jahren trat er der Christlichen Arbeiterjugend Frankreichs bei, wo er bald eigene Jugendgruppen leitete. In dieser Zeit begann er eine Buchdrucklehre. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen half er vielen Menschen, in den unbesetzten Teil Frankreichs zu fliehen.
Im März 1943 wurde er als Fremdarbeiter nach Deutschland deportiert und verzichtete darauf, zu fliehen, um seine Leidensgenossen zu unterstützen. Im Arbeitslager Zella-Mehlis (Thüringen) setzte man ihn als Zwangsarbeiter in einer Waffenfabrik ein. Dort gründete er mit jungen Leuten eine Gruppe der Katholischen Aktion, feierte mit ihnen Gottesdienste und betätigte sich als Chorleiter und Krankenpfleger.
Aufgrund seines religiösen Engagements wurde er von der Gestapo verhaftet und nach einem Gefängnisaufenthalt in Gotha ins KZ Mauthausen gebracht. Dort starb er am 19. März 1945 an den Folgen von Entbehrungen und schwerster Arbeit – sechs Wochen vor der Befreiung des KZ.
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