BRIEF_KASTEN
Als der Herbst angefangen hat, habe ich mir gedacht, ich versuche es mal mit positivem Denken und hoffe das Beste. Wobei „das Beste“ kein Lottogewinn war, sondern der Wunsch, möglichst wenig krank zu sein.
Doch bevor der Oktober begann, hat es die ganze Familie mit einen Erkältungsinfekt erwischt. Bei meiner Tochter war dieser hartnäckiger, ein Fall, wo man zur Kinderärztin sollte.
Diese hat uns dann wie so oft in den letzten Jahren bestens geholfen. Immer beruhigend, gut versorgt und betreut zu werden.
So weit, so unspektakulär, wenn sie dann nicht gesagt hätte: „Heute ist mein letzter Tag in der Ordination.“ Sehr nachvollziehbar erzählte sie, dass ihr stressiger Job nicht bis zur Pension durchzuhalten sei.
Die besonders schlechte Nachricht: Es gibt keine Nachfolge für die Ordination. Die Mangelversorgung im Kinderbereich ist direkt bei uns angekommen.
Wer sich die teureren Wahlärzt/innen als Alternative nicht leisten kann, bleibt überhaupt auf der Strecke. Es zeigen sich die groben Versäumnisse der Gesundheitspolitik, die hier schon viel früher gegensteuern hätte müssen, um die Arbeit für Kinderärzt/innen attraktiver zu machen.
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>