BRIEF_KASTEN
Sie habe sichtlich Spaß daran, berichtet ihre Oma.
Überhaupt trifft man immer mehr Menschen, die die Gebärdensprache lernen. Ich hatte auch schon das Vergnügen, bei einem Gottesdienst im Treffpunkt mensch & arbeit Linz-Mitte das „Vater Unser“ mit Gebärden mitzubeten.
Es geht also doch was weiter beim guten Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
Wo aber leider nichts weitergeht: bei meinen eigenen Fähigkeiten in der Gebärdensprache. Ich hatte schon mehrmals Gelegenheit, ein paar Worte zu lernen. Doch neulich im Cafe Gutmut (einem Projekt der Barmherzigen Brüder in der Linzer Bischofstraße, wo drei gehörlose Menschen einen sinnvollen Arbeitsplatz finden) fiel mir weder „Grüß Gott“ noch „Danke“ oder „Bitte“ in der Gebärdensprache ein. Ich kann es mir einfach nicht merken. Das ist ein bisschen peinlich – auch wenn mir andere Personen in meinem Alter versichern, dass es ihnen auch so geht. Jede Sprache braucht regelmäßige Praxis, die viele nicht haben.
Da macht das kleine Kind, das die Gebärdensprache so selbstverständlich wie die Lautsprache lernt, Hoffnung auf mehr.
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