
Das Jahr 1626 ist markant: erstmals stiegen breite Bevölkerungsschichten für mehr Rechte auf die Barrikaden und lehnten sich gegen die Unterdrückung durch die Obrigkeit auf. Hohe Abgaben, mangelnde politische Mitsprache, reformatorische Ideen sorgten für offenen Widerstand. Die communale will aber nicht nur Geschichte nacherzählen: „Aus der offenen Ausschreibung zur ‚communale oö‘ 2026 sind rund 100 vielfältige Einreichungen hervorgegangen, die zeigen, wie stark der Bauernkrieg 1626 in Oberösterreich bis heute nachwirkt und interessiert. Im Zentrum steht Mut – als historische Tugend und als Haltung des Zusammenlebens im Jetzt: zuhören, Unterschiede aushalten, gemeinsam gestalten und kollaborieren. Jeder Standort erhält ein eigenes ‚Mut-Thema‘, von ‚Mut zum Frieden‘ bis ‚Mut zur Zukunft‘. Gemeinsam mit Gemeinden, Forschung, Kunst und Kirchen entsteht ein landesweites, bürgernahes Projekt historischer Reflexion und kultureller Vermittlung“, erklärt der künstlerische Projektleiter Martin Honzik die Idee. – Die Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Kirche bezeichnete Honzik im Rahmen der Pressekonferenz als „fantastisch“. Es gebe ein großes Bekenntnis zum Dialog. In kirchlichen Archiven gebe es viel Wissen über die Zeit der Bauernkriege, mehr jedoch arbeite man an den Übersetzungen der damaligen Themen in die Gegenwart. – Ein communale-Opening wird am 17. April in Linz stattfinden, am 8. Mai folgt die Eröffnung der Ausstellung im Schlossmuseum.

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