BRIEF_KASTEN
Fragen, die sich beim ersten Corona-bedingten Hausgottesdienst auftun. Manche träumen davon, andere haben ihn mit mehr oder weniger Erfolg probiert. Alle können und sollen nun mit oder ohne Handreichung Gottesdienst feiern. Ein ungewohntes Feld. Doch der Ausnahmezustand lässt eine Kluft sichtbar werden. „Gottesdienste finden ohne physische Anwesenheit der Gläubigen statt“, formuliert ein Maßnahmenkatalog und tröstet: „Doch die Kirche hört nicht auf zu beten und Eucharistie zu feiern.“ Wer ist denn „die Kirche“? Welches Kirchenbild offenbart sich im Notstand? Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens. Aber Kirche erschöpft sich nicht darin. Liturgische Livestreams sind wichtig, aber nur ein Subsitut, eine, tja, Ersatzbefriedigung. Es wäre schön, wenn Priester die liturgische Entdeckungsreise ins Wohnzimmer gemeinsam mit dem Rest der katholischen Welt machen könnten, und nicht am anderen Ende der Glasfaserkabel.
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