BRIEF_KASTEN
„Führe zusammen“ – so lautet der bischöfliche Wahlspruch Georg Bätzings. Der im deutschen Kirchen (Sieg) geborene 58-Jährige gilt als nachdenklich, klug, ökumenisch aufgeschlossen und als Reformer und starker Befürworter des Synodalen Weges innerhalb der katholischen Kirche. Elementar ist für ihn die Thematik Frau. „Sie ist die dringendste Zukunftsfrage der Kirche, die wir haben“, sagte er kürzlich im ARD-Morgenmagazin. Eine Sondererlaubnis für den Frauendiakonat hält Bätzing für nicht ausgeschlossen; und auch eine Lockerung beim Zölibat sei für ihn laut Medien möglich. Als Kernaufgaben der Kirche sieht er den Einsatz gegen Rassismus und Hetze in der Gesellschaft. Zentrale Herausforderung seien auch die weitere Aufarbeitung des Missbrauchsskandals und die Verteidigung der Religionsfreiheit im Land für alle Religionen, sagt der neue deutsche Bischofskonferenz-Vorsitzende.
Georg Bätzing, der 1987 in Trier zum Priester geweiht worden war, studierte Philosophie und Theologie an den Universitäten Trier und Freiburg. Seit 2016 steht er an der Spitze der Diözese Limburg mit rund 608.000 Katholiken. Dort folgte er auf Franz-Peter Tebartz-van Elst, der wegen der milliardenhohen teuren Kosten seiner Bischofsresidenz in die Schlagzeilen geriet. Zuletzt leitete Bätzing in der Deutschen Bischofskonferenz u. a. die Unterkommission für den interreligiösen Dialog.
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