BRIEF_KASTEN
Er ist wieder einmal da: der Weltfrauentag. Und schon dürfen Frauen auf das Podium und in die erste Reihe treten. Von Pralinen bis zu Wellness-Angeboten reicht die Palette, die herzlich wenig mit dem ursprünglichen Anliegen zu tun hat: Frauen das Wahlrecht und in weiterer Folge gleiche Rechte in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt zu ermöglichen.
Und wie sieht es den Rest des Jahres aus?
In der Diözese Linz machen Frauen in der Belegschaft 68 Prozent der Angestellten aus. Mehr als die Hälfte der Männer sind in Führungsjobs vertreten. Daran kann man noch arbeiten, da geht noch mehr in puncto Gleichstellung.
Was aber tun, wenn es um die Weiheämter für Frauen geht? Soll man als kirchliche Mitarbeiterin gleich den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten, beschämt zu Boden blicken oder es als gottgegeben hinnehmen?
Gleichstellung ist wie Klimawandel. Tut man nichts, wird es schlechter.
Auch wenn die Ergebnisse nicht in derselben Generation sichtbar sind, muss man dran bleiben. Die Kirche hat viel zu verlieren. Der Glaubwürdigkeitsverlust in der jungen Generation ist ein deutliches Zeichen, das schmerzt.
Die Kirche ist weiblich. Ohne Frauen würde sie stillstehen.
Heute schon.
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