BRIEF_KASTEN
Dem Wunsch seines Vaters folgend, der ihn für eine diplomatische Laufbahn vorgesehen hatte, studierte er Rhetorik, Philosophie, bürgerliches und kirchliches Recht, daneben aus eigenem Interesse Theologie.
Er wurde Doktor beider Rechte, setzte sich dann aber gegen den Willen des Vaters durch und wurde 1593 Priester. Seine erste Aufgabe war die Rekatholisierung der von Calvinismus beherrschten Provinz Chablis (südlich de Genfer Sees), wo er erst nach großen Anstrengungen so erfolgreich war, dass der Bischof von Genf ihn 1599 zu seinem Koadjutor machte.
Nach dessen Tod wurde er selbst 1602 Bischof von Genf und bemühte sich um die Durchführung der Beschlüsse des Konzils von Trient. Er wurde als Seelenführer und Prediger geschätzt, ebenso für seine Geduld und Toleranz Andersdenkenden gegenüber.
Eine besondere Freundschaft verband ihn mit Johanna Franziska von Chantal (12. 8.), mit der er den Orden der Salesianerinnen gründete.
Zu den Schriften, die er hinterließ, gehörten neben anderen „Die Anleitung zum frommen Leben“ (Philothea) und die „Abhandlung über die Gottesliebe“ (Theotimus). 1877 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben.
Franz von Sales ist Patron der Katholischen Presse.
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