BRIEF_KASTEN
Stelzer ließ in seiner Laudatio Fellingers Berufsleben Revue passieren und betonte, als Journalist sei er ein „Meister des Wortes mit feinem Humor“ und mit besonderem Gespür für Themen. „Die KirchenZeitung trägt dazu bei, dass Kirche im gesellschaftlichen Diskurs eine Stimme hat. Sie ist für das Weiterkommen unserer Gesellschaft ein wichtiges Gestaltungselement – und dazu hat Matthäus Fellinger einen wesentlichen Beitrag geleistet“, sagte der Landeshauptmann.
Bischof Manfred Scheuer erinnerte an gemeinsame Schul- und Studientage mit Fellinger: „Ich verbinde mit dir schon aus dieser Zeit die Bedeutung der Sprache. Du hast letztlich eine Diakonie der Sprache gelebt und die Kostbarkeit des Wortes vermittelt. Du hast es in deinen Texten verstanden, alltägliche Dinge und Ereignisse in einem Erschließungsakt auf den Glauben, auf das Geheimnis Gottes hin zu öffnen. Danke für dein Wort, danke für die Sprache.“
Die Feier hatte mit einer Besinnung in der Rokoko-Stiftskirche begonnen, die Bischofsvikar Wilhelm Vieböck gestaltete. Passenderweise griff der Herausgeber der KirchenZeitung dabei auf Texte aus dem Jahrbuch der Diözese zurück, das Fellinger auch künftig gestalten wird.
Kurzweilig gestalteten sich die Erinnerungen an Erlebnisse mit dem scheidenden Chefredakteur, die Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer, Maria Hasibeder, Präsidentin der Katholischen Aktion, sowie Renate Bauinger, Vorsitzende des Evangelischen Bildungswerks, darboten: Während Bauinger von ökumenischen Reisen berichtete und Hasibeder ein „verschollenes“ und wiedergefundenes Gedicht von Fellinger vortrug, meinte Pühringer mit einem Augenzwinkern: „Matthäus Fellinger schreibt über theologische Themen so, dass ich es auch verstehe.“
Der Geehrte gab zuletzt sichtlich bewegt den Gästen eine Kostprobe seiner Sprachkunst in Form einer Rede. Er erinnerte an die Engelfiguren in der Stiftskirche, die „guten Mächte“, die in der Nacht im Dunkel der Kirche nicht sichtbar und doch da seien. „Dieses Bild lässt sich auch auf meine Aufgabe in der KirchenZeitung übertragen: an das Gute erinnern, auch wenn man es nicht sieht. Diese Gewissheit bei Menschen zu stärken, Menschen ein wenig zuversichtlicher zu machen, an das Gute zu glauben, auch wenn man es nicht sieht und spürt: Diesen Beitrag können wir als KirchenZeitung leisten und ich wünsche dem Team, dass das auch weiterhin gelingt.“ «
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