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Inhalt:

Richard Mahringers Gartenparadies

Bewusst Leben

„Permakultur“ bedeutet so viel wie nachhaltige Landwirtschaft. Wo sie eingesetzt wird, werden Obst- und Gemüsegärten zum naturnahen Paradies. So wie in Richard Mahringers Garten.
 

Ausgabe: 30/2019
23.07.2019
- Christine Grüll
Minikiwis mit Rose in Richard Mahringers Permakultur-Garten
Minikiwis mit Rose in Richard Mahringers Permakultur-Garten
© KiZ/CG

Vor vier Jahren war hier noch ein Feld. Jetzt ist in Richard Mahringers großem Garten keine nackte Erde mehr zu sehen. Auf Schritt und Tritt wachsen Mangold und Erdäpfel, Himbeeren und Granatäpfel, Marillen und Minikiwis. Auf einer hüfthohen, runden Kompostieranlage gedeihen Gurken-, Tomaten- und Basilikumpflanzen nebeneinander. Unzählige Apfelbäumchen stehen eng gesetzt beieinander. Zwischen den Pflanzen liegt eine dicke Schicht Mulch: Grasschnitt, altes Heu, sogar Schafwolle. Das schützt vor Unkraut und Trockenheit.

 

Artenvielfalt

Richard Mahringer bestellt seinen Garten in Enns nach der Methode der Permakultur. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „permanent“ und „agriculture“ zusammen und bedeutet „nachhaltige Landwirtschaft“. Sie nimmt sich natürliche Systeme zum Vorbild, in denen keine Mono-, sondern Mischkulturen vorkommen. Als gelernter Landwirt weiß Richard Mahringer mit der Natur umzugehen. Doch sie grundlegend zu verstehen, das hat er durch die Permakultur gelernt. Seit 25 Jahren beobachtet Richard Mahringer das natürliche Ökosystem der Pflanzen – wie ertragreich sie ohne Kunstdünger und giftige Pflanzenschutzmittel gedeihen können. Charakteristisch für die Permakultur-Methode sei, dass man den Boden nur wenig bearbeite, sagt Richard Mahringer. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit in der Erde und schützt auch vor starkem Frost. Sie wird langsam durch Bodentiere, Pilze und Mikroorganismen abgebaut. Das erzeugt Nährstoffe. Unterschiedliche Pflanzen werden nebeneinandergesetzt. „Die Artenvielfalt ist ein sicheres System“, sagt Richard Mahringer. Das zeigt der Erfolg seines Gartens – dieser versorgt die Familie das ganze Jahr über mit Obst und Gemüse. 
Einer seiner Lieblingsplätze ist eine Holzbank im Schatten eines überwachsenen Regenwasserbehälters. Am liebsten hält sich der Agrarier aber zwischen den jungen Apfelbäumen auf. Für seine Baumveredelungskurse benötigt er Bäume, von denen er die „Reiser“ nehmen kann. Dafür habe er fast 150 verschiedene Obstsorten gepflanzt, sagt Richard Mahringer und beißt genussvoll in einen frisch gepflückten Apfel. Die Kurse hält er auf dem Krameterhof im Lungau, den der österreichische Permakultur-Pionier Sepp Holzer gegründet hat. Seit Jahrzehnten werden auf dem Hof die Möglichkeiten einer alternativen Bewirtschaftung ausprobiert. Im Mittelpunkt steht dabei eine verantwortungsbewusste Haltung gegenüber Natur und Umwelt.

 

Essbarer Garten

Felsenbirne, Chinesische Datteln und Mährische Vogelbeere, Kürbis, Zucchini und verschiedene Tomatensorten: Richard Mahringers „essbarer Garten“ wächst und gedeiht durch sehr viele kleine, lenkende Eingriffe. Den Rest erledigt die Natur.

 

 

IHR VORTEIL - ermäßigte Führung

Bei der Führung durch Richard Mahringers Sortengarten erfahren Sie mehr über Permakultur, Mulchmethode und Sortenarten.

Termine: Mittwoch, 7. August und Freitag, 13. September, jeweils 14.30 bis ca. 16.30 Uhr.

Treffpunkt: 14.15 Uhr, Enns, Schäferhofstraße 7.

Kosten: € 25,–, mit KiZ-Vorteilskarte nur € 15,–. 
Begrenzte Teilnehmerzahl!

 

Nähere Info und Anmeldung: 

https://www.kirchenzeitung.at/site/vorteilskarte/vorteile/sortengarten

Tel. 0732 76 10-39 44

 

Richard Mahringer ist Permakultur-Vortragender am Krameterhof (www.krameterhof.at).
Richard Mahringer ist Permakultur-Vortragender am Krameterhof (www.krameterhof.at).
© KiZ/CG
Mangold mit Mulch: Das Heu schützt die Erde vor Trockenheit.
Mangold mit Mulch: Das Heu schützt die Erde vor Trockenheit.
© KiZ/CG
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