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Inhalt:
Die Kunst des Makramee

Kurz mal die Welt vergessen

Bewusst Leben

Aus Makramee lassen sich nicht nur Eulen, Blumenampeln oder Schlüsselanhänger herstellen, die uralte Knüpftechnik hat auch etwas Meditatives.

Ausgabe: 2/2022
11.01.2022
- Lisa-Maria Langhofer
© CC0 / Anke Sundermeier / pixabay.com

Makramee entstand im arabischen Raum und kam im 14. Jahrhundert mit den Seefahrern zu uns, erzählt Erni Schmiedleitner aus der Pfarre Raab in Oberösterreich. Schon vor vierzig Jahren hat sie viele Makramee-Kurse gehalten, und auch jetzt ist die uralte Knüpftechnik wieder voll im Trend.

 

Die Knoten haben sich nicht verändert, wohl aber, was daraus gemacht wird. „Früher hat man vor allem Blumenampeln, Lampenschirme und auch Wandbehänge geknüpft, sowie Eulen“, sagt Schmiedleitner.

 

Die moderne Ausrichtung bestätigt auch Kristina Baldauf aus Tirol, auch sie lehrt Interessierten im Rahmen von Volkshochschulkursen das kunstvolle Knüpfen: „Das ultimative Kultstück ist immer noch die Blumenampel, aber in den Kursen machen wir zum Beispiel auch Windlichter, Handy- oder Schnullerketten, Yogamatten-Netze, Federn und Quasten zum Schmücken.“ 

 

Das Wie

 

Als Standardmaterial wurde früher vor allem Jute und Sisal (Naturfaser, gewonnen aus den Blättern der Sisal-Agave) verwendet, heute ist Baumwollgarn der Favorit. „Ich mag, wie sich das Baumwollgarn anfühlt, und es ist auch feiner zu knüpfen als das Jutegarn“, sagt Kristina Baldauf.

 

Flachknoten, Erbsenknoten, Schraubenknoten, Brezelknoten, Rippenknoten – was erstmal kompliziert klingt, sei gar nicht so schwer zu erlernen, sind sich Kristina Baldauf und Erni Schmiedleitner einig: „Sobald man die Grundknoten drauf hat, kann man schon sehr viel machen.“

 

Besonderes Talent sei nicht notwendig. „Knoten kann jeder, jeder bindet sich ja auch seine Schuhe“, sagt Baldauf mit einem Augenzwinkern. Inspiration dazu gibt es in zahlreichen Büchern und im Internet, etwa unter www.pinterest.at.

 

Das Warum

 

Für die beiden Frauen ist Makramee nicht nur eine Knüpftechnik, sondern auch die Möglichkeit, dem Alltag zumindest für eine Weile zu entfliehen.

 

Schmiedleitner: „Wenn man vor sich hinküpft, kommt man richtig zur Ruhe und vergisst die Zeit.“ „Makramee hat etwas Meditatives und Beruhigendes. Man kann dabei seine Gedanken schweifen lassen“, sagt auch Baldauf.

 

Makramee-Kurs Pfarre Raab: 25. Jänner, 1. und 8. Februar, jeweils um 19 Uhr, Anmeldung: 07762 2014 und 0676 5996422


Kristina Baldauf auf Instagram: @k3ristinab

Der Fantasie sind beim Makramee keine Grenzen gesetzt, ob Schlüsselanhän-ger, Wandbehang oder Lebensbaum: alles ist möglich.
Der Fantasie sind beim Makramee keine Grenzen gesetzt, ob Schlüsselanhän-ger, Wandbehang oder Lebensbaum: alles ist möglich.
© Erni Schmiedleitner
© Erni Schmiedleitner
© Kristina Baldauf
© Kristina Baldauf
© Erni Schmiedleitner
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