Christian Landl ist Diakon und Seelsorger in den Pfarrgemeinden Schörfling, Weyregg und Steinbach am Attersee.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Sport wollen die Kirchen auf die Gletscherschmelze und andere Auswirkungen der Klimakrise aufmerksam machen, heißt es in einer Aussendung der Organisation „Protect Our Winters Austria“.
Vonseiten der Diözese Gurk wird der Bischofsvikar und Gurker Dompropst Engelbert Guggenberger an der Trauerfeier für den Gletscher teilnehmen, für die evangelische Kirche hat der Kärntner Superintendent Manfred Sauer sein Kommen zugesagt. Neben der symbolischen Beisetzung eines Sargs aus Eis soll es eine Prozession und Kurzvorträge geben, die die sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Klimawandels in Österreich beleuchten.
Es handle sich bei der Feier um ein „Requiem im übertragenen Sinne“, erklärte Guggenberger. Beim Abschmelzen eines Gletschers gehe etwas zu Ende, das werfe existenzielle Fragen auf, die es zu thematisieren gelte, so der Geistliche. „Es geht darum, innezuhalten und über die Schöpfungsverantwortung nachzudenken“, sagte Guggenberger. Das sei ein „Kernthema der Kirche“, zeigte er sich überzeugt. Wenn Gletscher schmelzen, habe das „ganz gravierende Folgen für alle“, ein symbolisches „Gletscherbegräbnis“ sei dabei eine Möglichkeit auf dieses kirchliche Grundanliegen aufmerksam zu machen.
Die Pasterze wird früher als gedacht ihre Zunge verlieren und damit nicht mehr Österreichs größter Gletscher sein, teilten die Organisatoren mit. Das wolle man zum Anlass nehmen, um vor Ort eine sachliche und überparteiliche Auseinandersetzung zu den Auswirkungen des Klimawandels in Österreich anzustoßen.
Christian Landl ist Diakon und Seelsorger in den Pfarrgemeinden Schörfling, Weyregg und Steinbach am Attersee.
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