Christian Landl ist Diakon und Seelsorger in den Pfarrgemeinden Schörfling, Weyregg und Steinbach am Attersee.
In einem am Sonntag veröffentlichten Mahnschreiben betont der Papst, die Liebe sei der eigentliche Kern der christlichen Botschaft, die Kirche müsse ihre Lehre danach ausrichten.
Die Kirche müsse sich in ihrer Verkündigung auf das Wesentliche konzentrieren, so der Papst. Zur Begründung schreibt er: „Nicht alles ist gleichermaßen zentral, denn es gibt eine Ordnung oder Hierarchie unter den Wahrheiten der Kirche, und das gilt sowohl für die Glaubensdogmen als auch für die gesamte Lehre der Kirche, einschließlich der Morallehre.“
Anlass des Schreibens ist der 150. Geburtstag der französischen Heiligen Thérèse von Lisieux (1873–1897). Sie hatte in ihren Schriften die überragende Bedeutung der Liebe für den christlichen Glauben betont. Das Schreiben des Papstes trägt nach einem Zitat der Heiligen Thérèse den französischen Titel „C‘est la confiance“, der deutsche Titel lautet „Das Vertrauen“.
An Theolog:innen und Ethiker:innen in der Kirche richtet Papst Franziskus in dem Schreiben die Aufforderung: „Wir müssen diese geniale Einsicht Thérèses noch erfassen und die theoretischen und praktischen, lehrmäßigen und pastoralen, persönlichen und gemeinschaftlichen Konsequenzen daraus ziehen. Dazu brauchen wir Kühnheit und innere Freiheit“.
Christian Landl ist Diakon und Seelsorger in den Pfarrgemeinden Schörfling, Weyregg und Steinbach am Attersee.
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