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Weltjugendtreffen: Österreichische Teilnehmende bewegt und gestärkt

KIRCHE_ÖSTERREICH

Bewegt von den Ereignissen der letzten Tage haben der Kärntner Bischof Josef Marketz und Verantwortliche der Gruppen aus Österreich ein Resümee des Weltjugendtreffens gezogen.
 

Ausgabe: 32/2025
05.08.2025
Jugendliche Pilger bei ihrer Ankunft am 2. August auf dem Gelände von Tor Vergata im Rahmen des Jugendjubiläums in Rom.
Jugendliche Pilger bei ihrer Ankunft am 2. August auf dem Gelände von Tor Vergata im Rahmen des Jugendjubiläums in Rom.
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Marketz war als einziger Bischof aus Österreich noch am Sonntag beim Gottesdienst in Tor Vergata in Rom mit dabei. Die Messe  und die Vigil am Abend davor seien sicher die Höhepunkte des Weltjugendtreffens „Jubiläum der Jugend“ gewesen, sagte der Bischof gegenüber Kathpress. Doch die gesamte Woche habe ihn sehr bewegt und habe das gebracht, wovon Papst Leo immer gesprochen habe: „Dass die jungen Menschen untereinander Freundschaften schließen und Freundschaft schließen mit Christus und dass sie Licht bringen in diese Welt.“ 

 

Nach großem Streben


Die Abschlussmesse zum Weltjugendtreffen mit insgesamt mehr als einer Million junger Menschen aus aller Welt war der bisher größte Gottesdienst im Heiligen Jahr und auch die größte Messe, die Papst Leo bislang gefeiert hat. Er rief die jungen Menschen dazu auf, in ihrem Leben nach Großem zu streben und sich nicht mit Oberflächlichem zufrieden zu geben. „Kaufen, anhäufen, konsumieren reicht nicht aus“, sagte er in seiner Predigt. Die Fülle des Lebens hänge weder davon ab, „was wir ansammeln, noch davon, was wir besitzen. Sie hängt vielmehr davon ab, was wir mit Freude annehmen und teilen können.“ Statt zu versuchen, den beständigen Durst nach einem erfüllten Leben mit „nutzlosen Ersatzmitteln“ zu stillen, sollten sie sich an Christus orientieren.

 

Leo XIV. zitierte Vorgänger


In seiner Predigt zitierte Papst Leo auch seine Vorgänger: Papst Franziskus (2013–2025) habe beim Weltjugendtag 2023 in Lissabon dazu aufgerufen, sich den großen Fragen zu stellen, auf die es keine simple oder unmittelbare Antwort gibt, sondern die dazu einladen, „sich auf eine Reise zu begeben, über sich selbst hinauszugehen, weiterzugehen“. Um wirkliches Glück zu erfahren und sich „aus den Sümpfen der Sinnlosigkeit, der Langeweile, der Mittelmäßigkeit“ zu befreien, sollten sie auf Jesus vertrauen.
Ebenso zitierte er Johannes Paul II. (1978–2005), der vor 25 Jahren an genau demselben Ort beim Weltjugendtag daran erinnerte, dass Jesus in den jungen Menschen die Sehnsucht entfache, aus ihrem Leben etwas Großes zu machen, „euch selbst und die Gesellschaft besser zu machen, damit sie menschlicher und geschwisterlicher werde“.

 

Verbindendes Ereignis


Matthias Linus Möller, Referent für Kinder- und Jugendpastoral der Österreichischen Bischofskonferenz, sprach nach dem Ende des Papstgottesdienstes in Tor Vergata u. a. von einem „grandiosen Glaubensfest“ und einer „tiefen Glaubenserfahrung“ für die Teilnehmenden.
„Die heilige Messe mit so vielen Menschen zu feiern ist etwas ganz Besonderes und einzigartig“, sagte Jasmin Degenhart von der Katholischen Jugend Österreich. Dieses Erlebnis sei für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein sehr verbindendes Ereignis. Das gesamte Weltjugendtreffen habe eine enorme Kraft. Die Teilnehmenden würden gestärkt und voller Lebensfreude zurückkehren in ihre Familien und Gemeinden.

 

Chemie hat gestimmt


Die Begeisterung der Jugendlichen für Leo sei dabei nichts Oberflächliches. Die Chemie zwischen dem Papst und den Jugendlichen habe gestimmt, sagte Möller. Das habe man auch am Samstagabend gemerkt: „Einander zujubeln ist das eine. Aber: Eine Million Menschen war bei der Vigil, und es war absolut still, als die Jugendlichen und der Papst gemeinsam gebetet haben.“ Gerade das habe die Beziehung zwischen Papst und Jugend auch so besonders gemacht.
Aus Österreich waren in den vergangenen Tagen bis zu 500 Jugendliche und junge Erwachsene in verschiedensten Gruppen beim Weltjugendtreffen mit dabei. Sie wurden neben Bischof Marketz u. a. auch vom steirischen Bischof Wilhelm Krautwaschl und Abt Bernhard Eckerstorfer vom Stift Kremsmünster begleitet.

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