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Christus ist das Licht

GLAUBENS_GUT

Mit „Mariä Lichtmess“, wie das Fest traditionell heißt, sind eine Reihe von kirchlichen und biblischen Inhalten verbunden.
 

Ausgabe: 04/2023
24.01.2023
- Josef Wallner
Marienschwestern vom Karmel.    
Marienschwestern vom Karmel.    
© SR. MIRJAM 

Die Ordensleute und die Mitglieder von Säkularinstituten feiern jährlich am 2. Februar den Tag des geweihten Lebens. Papst Johannes Paul II., der der Kirche mehrere Gedenktage hinterlassen hat, führte 1997 den Tag des geweihten Lebens ein, um die Wertschätzung des Ordenslebens zu fördern. 

 

 

Mariä Lichtmess zeigt deutlich, wie  schwer es ist, eine liturgische Tradition zu ändern. Im Zuge des 2. Vatikanischen Konzils wurde der Festkalender des Kirchenjahrs nach theologischen Kriterien erneuert. So wurde der Weihnachtsfestkreis, der ursprünglich bis Mariä Lichtmess dauerte, verkürzt. Dieser schließt nun am Sonntag nach dem 6. Jänner mit dem Fest der Taufe des Herrn. Theoretisch. Denn in kaum einer Kirche werden zu diesem Datum Krippe und Weihnachtsbäume weggeräumt. Liturgische Vorschrift hin oder her, sie bleiben bis 2. Februar im Gotteshaus. 

 

Der neue Name


Auch die neue Bezeichnung des liturgischen Fests hat sich nicht so richtig durchgesetzt. In dem biblischen Text, der an diesem Tag als Evangelium verlesen wird, steht Jesus mehr im Mittelpunkt als Maria. Daher wurde aus Mariä Lichtmess die Bezeichnung „Darstellung des Herrn“. Dem jüdischen Gesetz entsprechend wurde Jesus als erstgeborener Sohn dem Herrn im Tempel von Jerusalem als Eigentum dargebracht. Maria und Josef entrichteten ein Opfer, um ihren Sohn „auszulösen“ und gleichzeitig brachte Maria 40 Tage nach der Geburt das Opfer ihrer „Reinigung“ dar. 

 

Das Loblied Simeons


Der Evangelist Lukas (Lk 2,22–39) berichtet davon und ebenso von der Prophetin Hanna und dem greisen Simeon. Sein Loblied wurde fester Bestandteil des Nachtgebets der Kirche. „Nun lässt du Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen, [...] ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel“, beten täglich alle, die das Stundengebet verrichten. 
Zur Feier des Fests gehört beginnend mit dem 5. Jahrhundert auch eine Lichterprozession: vermutlich ein Hinweis auf Jesus, das Licht der Heiden. Zur Lichterprozession kam  die Kerzenweihe. In manchen Gegenden werden am 2. Februar die Altarkerzen für das kommende Jahr gespendet und gesegnet.   

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