Pater Andreas Bsteh SVD ist Gründer und Direktor des Religionstheologischen Instituts St. Gabriel. Die Einrichtung und sein Leiter werden am 6. Februar mit dem Kurt- Schubert-Gedächtnispreis für interreligiöse Verständigung ausgezeichnet.
Ausgabe: 2014/05, Bsteh, St. Gabriel, interreligiös
Im Dialog zusammenfinden, „das Einende über das Trennende stellen“, darum hat sich Pater Andreas Bsteh im Dialog des christlichen Glaubens mit dem Hinduismus, dem Buddhismus und dem Islam stets bemüht. Und es ist dem Wegbereiter des interreligiösen Dialogs im Laufe der Jahre gelungen, dahingehend Fortschritte zu erzielen. Eine Aufgabe, die mit viel Arbeit verbunden war und ist. Begonnen haben die Dialoginitiativen 1975, als Pater Andreas Bsteh damals als Dekan der Hochschule St. Gabriel der Steyler Missionare zum 100. Geburtstag der Ordensgründung gebeten wurde, eine Tagung zu veranstalten.„Thema war ,Das Universale Christentum angesichts einer pluralen Welt‘. Seither haben wir uns immer intensiver mit dieser Materie beschäftigt, regelmäßig Gespräche mit den verschiedenen Religionsgemeinschaften geführt, die Ergebnisse veröffentlicht und zum Teil auf Englisch, Arabisch und Urdu übersetzt“, so Pater Bsteh. 1991 gründete der Wiener das Religionstheologische Institut St. Gabriel, das zu einem Netzwerk interreligiöser Gespräche wurde.
Weitergabe
Netzwerke geknüpft hat Pater Bsteh u. a. in Pakistan, Saudi-Arabien, Iran oder Nordafrika. „Wir haben auf der ganzen Welt Freunde gefunden. Und da die Gastfreundschaft ein wesentliches Prinzip des Dialogs ist, kam es vor jeder Konferenz zu gegenseitigen Einladungen mit den Gesprächspartnern der jeweiligen Länder.“ 2006 hat der heute 80-Jährige begonnen, seine Initiativen weiterzu- geben. So wird zum Beispiel der christlich-islamische Dialog von der „Vienna International Christian Islamic Summer University“ unter Mithilfe des Steyler Missionars weitergeführt.
Buchtipp: „Geschichte eines Dialoges“, von Andreas Bsteh. Verlag St. Gabriel, Mödling.