12. Februar 1934: „Ärzte raten abwarten, vorläufig noch nichts unternehmen.“ – Dieses verschlüsselte Telegramm Otto Bauers an den sozialdemokratischen Schutzbund, der sich gegen Austrofaschismus und Heimwehr stellte, wurde abgefangen. Es kam zum Bürgerkrieg.
Ausgabe: 2014/07, Denk Mal, Februar 1934, Bürgerkrieg, Laher
12.02.2014
- Ernst Gansinger
80 Jahre danach werden erstmals die Erben der einst verfeindeten Lager – Sozialdemokratie und Christlichsoziale – Werner Faymann und Michael Spindelegger gemeinsam der Opfer des Bürgerkrieges vom Februar 1934 gedenken. Insgesamt gab es mehr als 1000 Todesopfer. Am 11. Februar 2014 werden nun Bundeskanzler und Vizekanzler beim Mahnmal der Opfer für ein freies Österreich am Zentralfriedhof in Wien einen Kranz niederlegen. Ihr Tun ist ein gemeinsames Signal: Bekenntnis zu Frieden und sozialem Miteinander.
Machen Sie mit. In Linz nahm der Bürgerkrieg vor 80 Jahren den Ausgang. (Siehe dazu auch die Buchbesprechung von "Im Kältefieber".) Etliche Gebäude und Stadtteile wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Bulgariplatz erinnert heute an eines der Opfer, an das Schutzbund-Mitglied Anton Bulgari, der am 22. Februar 1934 standrechtlich erschossen wurde. Schicken Sie uns bis 21. Februar weitere oberösterreichische „Schauplätze“ der Februarkämpfe 1934. Wir verlosen den neuen Roman „Bitter“ von Ludwig Laher. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at