Einen neuen Putztrend entdeckt Redakteurin Elisabeth Leitner in ihrem Unter Uns.
Ausgabe: 2014/08, Unter Uns, putzen
19.02.2014
- Elisabeth Leitner
„Putzen und Meditieren oder in Richtung Erleuchtung putzen“ ist jetzt ein ganz neuer Trend. Zumindest rät mir das eine lebensfrohe, entspannt und dynamisch wirkende Frau in ihrem Newsletter. Putzen und Meditieren! Jetzt muss auch das Putzen noch für etwas gut sein, regt sich sofort Widerstand in mir. Es genügt wohl nicht, wenn ich schweißtreibende Arbeiten verrichte wie Katzenkisterl reinigen oder die Wohnung im Rekordtempo durchzusaugen und zu wischen, nein! Ich muss dabei auch noch entspannt sein und mich vielleicht persönlich weiterentwickeln? Ich fasse es nicht. Das erinnert mich an die legendären Putzpartys, zu denen ich früher von Freundinnen eingeladen wurde und die ich strikt abgelehnt habe: 20 Frauen unterhalten sich stundenlang über das richtige Material des besten Putzfetzens, den es je gab. Ohne mich. Ich meine, ich habe nichts gegen das Putzen, Reinigen, Saubermachen. Das ist wichtig, das ist ein harter Job und das muss sein. Aber muss man deshalb ein Seminar veranstalten? Eine Fortbildung besuchen? – Aber was ist nun mit „entspannt Putzen“ gemeint? Ich lese kurz weiter, da steht: Alltägliche Verrichtungen sollen in Achtsamkeit und Ruhe verrichtet werden. So betrachtet, ... da könnte ich doch noch was lernen!