Genügt es nicht, dass die „Schule“ eine Wort-Leihe aus dem alten Rom ist; müssen auch die „Ferien“ lateinisch angehaucht sein? – Niemand denkt so, denn es wird als Schatz verstanden, was unsere Sprache ausmacht, als Wortschatz. Ganz selbstverständlich haben sich die Sprachen gemischt, sind Worte aus anderen Sprachen zugewandert, haben sich angepasst oder ihre Selbstständigkeit behauptet. Könnte doch diese unängstliche Sprach-Praxis ein Vorbild für unser gesellschaftliches Zusammenleben sein! Lateinische, türkische, griechische ... Lehnwörter und deutsche Erbwörter leben friedlich mit- und nebeneinander. Machen Sie mit. „Nachdem er sich mit Shampoo das Haar gewaschen hatte, zog er den Pyjama an und trank einen Punsch. Durch‘s Fenster schaute er einem Skifahrer zu, der sein tomaten-rotes Gesicht mit einem dicken Schal schützte. Der Sohn rieb Kren, die Tochter trank Kakao, die Mutter las in der Bibel. – „Angenehme Atmosphäre“, dachte der Vater und lauschte der Arie eines prominenten Bariton im Radio.“ Welche Lehnwörter finden Sie in diesem Text? Oder: Schreiben Sie einen halbwegs sinnvollen höchstens 70 Wörter langen Text, der zumindest 20 Lehnwörter enthält. Schicken Sie Ihre Lösung bis 28. Februar. Wir verlosen einen „Atlas der Weltgeschichte“. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at