Die österreichische Andritz-Hydro GmbH hat den Bau von zerstörerischen Wasserkraftprojekten mitzuverantworten. Dafür gibt es zweifelhaften Ruhm. Kommentar von Hans Baumgartner.
Vergangene Woche wurde die Andritz-Hydro GmbH zum „Schandfleck 2013“ gewählt. Vergeben wird die zweifelhafte „Auszeichnung“ nach einem Publikumsvotum vom Netzwerk Soziale Verantwortung. Andritz, das sich auf seiner eigenen Homepage gerne seiner sozialen, ökologischen und demokratischen (Mitbeteiligung der Betroffenen) Verantwortung rühmt, wird für seine Beteiligung an den zerstörerischen Wasserkraftprojekten am Mekong (Laos), am Xingú (Belo Monte/Brasilien) und in Ilisu (Türkei) kritisiert. Wie zur Bestätigung des „Schandflecks“ hat Andritz erst vor wenigen Tagen einen Vertrag zur Beteiligung an einer höchst umstrittenen Zellstofffabrik auf Indonesien unterschrieben. Eben ein wahrhaft würdiger Schandfleck, der den Profit vor alles andere stellt.