Impfen schützt vor teils lebensbedrohlichen Krankheiten. Krank werden Kinder trotzdem – dann hilft nur ein Wochenende mit Spielen. Ein Unter Uns von Paul Stütz.
Ausgabe: 2014/09, Impfen, Unter Uns
26.02.2014
- Paul Stütz
1. „So ein Blödsinn!“, lacht mein Sohn als meine Frau ihm Papas letzte Kolumne vorliest. In der habe ich davon berichtet, wie er und seine Schwester während des Autofahrens rasch bedient werden wollen. „Schneller Papa, schneller“, sagen sie nämlich gar nie. Da steht jetzt Aussage gegen Aussage, manchmal ist das in Familien eben so. 2. Eher in Richtung verantwortungsloses Verhalten hat im Übrigen eine Leserin plädiert. Wobei mich unter dem Stichwort „Eltern-Verantwortung“ ein anderer Dauerbrenner beschäftigt: Impfen. Um Verantwortung geht es für mich deswegen, weil Impfen zentral ist für die Gesundheit. Ich meine damit vor allem den Schutz vor teilweise lebensbedrohlichen Krankheiten wie Masern. In Elternrunden sind meiner Beobachtung nach oft die Kritiker Wortführer, die die Risiken stark überbetonen. Mein Bekenntnis: Ich bin ein fanatischer Impf-Befürworter. Allein die Risiko-Nutzen-Abwägung spricht klar dafür. 3. So viel Impfen kann man leider gar nicht, dass nicht im Winter die Kinder immer wieder krank werden. Ist zwar zuerst nie erfreulich, wenn die eigenen Pläne durchkreuzt werden. Aber manchmal entstehen dadurch neue, schöne Möglichkeiten. Wie eine ganzes Wochenende nur mit Spielen, für die man sich vielleicht sonst nicht so ausgiebig Zeit genommen hätte.