Kommentar zur alltäglichen Gewalt gegen Frauen von Susanne Huber.
Ausgabe: 2014/11, Gewalt
11.03.2014
- Susanne Huber
Einschüchtern, demütigen, beleidigen, kontrollieren, ohrfeigen, prügeln, mobben, stalken, sexuell belästigen, vergewaltigen, psychisch bedrohen – all das sind Formen der Gewalt. Davon betroffen sind vor allem Frauen. Nach wie vor. Das zeigt eine aktuelle Studie auf, laut der jede dritte Frau in der EU schon einmal Opfer von Gewalt wurde – am Arbeitsplatz, auf den Straßen, aber auch in den eigenen vier Wänden. Das ist erschütternd. Viele der Betroffenen schweigen. Aus Scham. Aus Angst. Es fällt schwer, über all die Erniedrigungen zu sprechen oder die Gewaltakte gar anzuzeigen. Das erfordert enorm viel Mut. Was also tun? Das Thema noch bewusster machen; Schulungen für Polizei, Ärzte, Lehrer und Arbeitgeber anbieten, um Zeichen der Gewalt früh zu erkennen. Und: Nicht schweigen, sondern darüber reden.