Vier Wahlgänge brauchten die Kardinäle für den neuen Papst. In der Evangelischen Kirche Oberösterreichs war letzten Samstag Wahltag für die Nachfolge von Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer. Nach 13 Wahlgängen gab es keine ausreichende Mehrheit – und die Wahl muss im September wiederholt werden.
Mit einem Schmunzeln könnte man kommentieren, dass ein „schwerfälliger“ katholischer Apparat schneller zu einem Ergebnis kam als der demokratische Wahlvorgang in der Evangelischen Kirche.
Demokratie kann mühsam sein.Und man soll das Positive sehen: Dass der Wahl ein Nominierungsverfahren vorausgegangen ist, bei dem alle Pfarren Wahlvorschläge einbringen konnten, ist eine gute Sache. Lauteten ähnlich nicht auch Reformwünsche in der katholischen Kirche? Wenn es Richtungsentscheidungen gibt, so werden diese in einem transparenten Vorgang ausgetragen. Man kennt die Namen, um die es geht. Als der Wahlvorgang abgebrochen werden musste, waren noch zwei im Rennen: Senior Pfarrer Mag. Friedrich Rößler (Steyr) und Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner (Vöcklabruck – Wien). Papst oder Superintendentenwahl: Schön ist, wenn die Kirchen aneinander Anteil nehmen.