Der Bischof, nach dem wir dieses Mal fragen, bat seinen damaligen Domorganisten Anton Bruckner, für die Einweihung der Votivkapelle eine Messe zu komponieren. Bei aller Wertschätzung Bruckners konnte er damals nicht ahnen, welches Jahrhundertwerk kirchenmusikalischer Kunst entstehen sollte. Bruckner vollendete seine Messe 1866 und drei Jahre später, 1869, war es dann so weit. Der erste Teil des Mariendomes – die Votivkapelle – konnte eingeweiht werden. Bruckner selbst bezeichnete diesen Tag später als den „herrlichsten seiner Tage“. Welchen großartigen Eindruck die Uraufführung auf die Linzer damals gemacht hat, belegen zahlreiche Dokumente. Wie bei nahezu allen seinen Werken nahm der Komponist auch bei dieser Messe später Änderungen vor. Und bald schon wurde die Urfassung vergessen. Üblicherweise wird heute nur noch die 2. Fassung aufgeführt.
Der Linzer Domchor – in gewissem Sinn der Erbe dieses Kunstwerkes – nahm sich nun erstmals seit der Uraufführung wieder der 1. Fassung an. Am vergangenen Sonntag führte der Linzer Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Norbert Matsch zum ersten Mal seit der Uraufführung die 1. Fassung der e-Moll-Messe wieder auf.
Unsere Frage an Sie: Wer war der Auftraggeber und Widmungsträger dieses einzigartigen kirchenmusikalischen Meisterwerkes?
Schicken Sie die Lösung bis 13. Mai an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, ein. Wir verlosen drei CDs.
Beim Rätsel Nr. 16 (Bauer) haben gewonnen: Anna Weilhartner, Antiesenhofen; Franz Dobringer, Gmunden.