Andere Kulturen kennen lernen mithilfe neuer Medien – das ist „eTwinning“. Schüler/innen der HAK-Linz Rudigierstraße haben dabei einen Preis und viele neue Erkenntnisse gewonnen. Im Bild: eTwinning ist für Alexander und Manuel in Mode.
Was muss ich beachten, wenn ich eine Geschäftsreise nach China mache? Gibt es in der Slowakei viele Asylanten? Und was bitte ist ein „Bigos“? In der HAK-Linz Rudigierstraße werden Fragen wie diese im Schulfach „Interkulturelles Seminar“ behandelt. Im jeweils dritten Jahrgang des Zweigs „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“ unterrichtet Michael Huber-Kirchberger den Gegenstand.
Gemeinsames Lernen. Seit dem vergangenen Schuljahr beteiligen sich seine Schüler/innen am EU-Programm „eTwinning“. Dabei erarbeiten zwei Schulen aus verschiedenen Ländern ein Projekt zu einem bestimmten Thema. „Ziel ist das gemeinsame Lernen unter Verwendung neuer Medien“, erklärt Huber-Kirchberger.Im Vorjahr waren es 29 Schüler/innen, die sich mit einer Partnerschule im slowakischen Levice über das Thema „Human Rights“ (die Unterrichtssprache ist Englisch) austauschten. Die Kommunikation erfolgt via E-Mail und Chat. Die HAK-Schüler/innen erkannten sowohl Unterschiede, etwa dass die Slowakei viel weniger Asylbewerber anerkennt als Österreich, aber auch Gemeinsamkeiten: „Jugendliche denken überall gleich, wir sind gar nicht so verschieden“, resümiert der 17-jährige Manuel. Im österreichweiten „eTwinning“-Wettbewerb hat die Schule für das Menschenrechts-Projekt den fünften Platz belegt.
Essgewohnheiten. Der heurige Jahrgang behandelt gemeinsam mit einer polnischen Schule das Thema „Eating Habits“. Eva, Kerstin, Carmen und Juliane (Foto oben, v. l.) lernen als Projektgruppe die Essgewohnheiten polnischer Jugendlicher kennen. „Die essen auch Junk-Food“, sagt Juliane. Und sie weiß jetzt, was ein „Bigos“ ist: ein deftiger Eintopf mit Fleisch und Sauerkraut – das polnische Nationalgericht.