In einem ehemaligen Geschäft für Lampen haben die Linzer Theologiestudierenden in der Dametzstraße ihr neues Zentrum gefunden. Noch geben sich tagsüber die Handwerker die Türklinke in die Hand, aber in der Früh und am Abend haben die Student/innen ihren Treffpunkt bereits in Besitz genommen. Im Bild: Theologiestudierende beim Spieleabend.
„Der große Vorteil ist, dass das Zentrum ganz nahe an die KTU (Katholische Privatuniversität, gerückt ist“, meint Alois Giglleitner, der Ausbildungsleiter für die Theologiestudierenden der Diözese Linz. Den Student/innen stehen im Treffpunkt ein Meditationsraum, ein Seminarraum, ein Aufenthaltsbereich mit Küche und Essplatz sowie ein Büro mit Internetanschluss zur Verfügung. Ausbildungsleiter Alois Giglleitner und Hermine Szyhska, die geistliche Begleiterin der Studierenden, haben ebenfalls hier ihr Büro.
Eine Gunstlage. Schon nach wenigen Wochen provisorischen Betriebs zeigt sich, dass der Treffpunkt besser angenommen wird als der alte in der Fadingerstraße. Giglleitner: „Am Weg zur KTU kommen viele an den Auslagen des Zentrums vorbei und machen schon einmal einen Abstecher.“ Künftig möchte er die Glasfronten des Zentrums auch nutzen, um Themen der Kirche ins Bewusstsein der Passanten zu rücken.
Berufsbild von Laientheolog/innen klären. Mehr als 220 junge Männer und Frauen, die an den Fakultäten Österreichs Theologie studieren, sind mit Giglleitner in Kontakt und bekunden somit ihr Interesse, in den Dienst der Diözese Linz treten zu wollen: als Religionslehrer/innen, als Pastoralassistent/innen oder in der kategorialen Seelsorge. Rund 120 von ihnen studieren an der KTU Linz und für sie ist das Zentrum erste Anlaufstelle.
Personalplan schafft Sicherheit. „Durch den Personalplan der Diözese, der bis 2010 den Bedarf an Mitarbeiter/innen beschreibt, bin ich in der Lage mit den Interessentinnen und Interessenten an einem kirchlichen Dienst wirklich fundiert reden zu können“, freut sich der Ausbildungsleiter: „Da sind wir österreichweit die Einzigen.“ Darüber hinaus wünscht er sich, dass nicht nur die organisatorischen Rahmenbedingungen klar sind, sondern dass auch theologisch das Verhältnis zwischen Amt und Laien weiter geklärt wird.
Wertschätzung des Bischofs. Die Studierenden erwarten mit Spannung ihre erste offizielle Begegnung mit Bischof Ludwig Schwarz bei der Zentrumseröffnung, so Giglleitner. Nach einer Phase der Verunsicherung im Zuge des Bischofswechsels sei die Stimmung unter den Studenten nun sehr gut, weil der Bischof sich bereits mehrmals wertschätzend über die Laientheolog/innen geäußert habe.
Josef Wallner
Information
Eröffnung
Bischof Ludwig Schwarz wird das neue Zentrum der Theologiestudierenden eröffnen und segnen.