Der heilige Severin faszinierte mich schon als Kind. Seinen fromm klingenden Namen bekam ich von frommen, sozial bewussten Eltern. Mit dem Namen wurde ich aber veräppelt. Ich hätte lieber einen weniger auffälligen Namen gehabt.
Severin von Noricum (+ 482) galt als Hellseher, das heißt, er soll den Menschen bevorstehende schwere Ereignisse vorhergesagt haben. Er könnte auch ein Mensch gewesen sein, der gut beobachtete und daher manches früher ahnte als andere. Er half, Gefahren und Hungersnöte abzuwenden.
Severin hatte einen tiefen Glauben, ein politisches Hirn, einen weiten Horizont und ein sozial engagiertes Herz. Er setzte sich für die Aussöhnung verfeindeter Volksstämme im Donaugebiet (Ober- und Niederösterreich) ein.
Hierher kam er als Mönch und Klostergründer. Davor soll er römischer Konsul gewesen sein. Viele kamen, um seinen Rat zu erfragen, weil er soziale Katastrophen abwenden konnte.
Severin Renoldner leitet das Sozialreferat im Pastoralamt der Diözese Linz