Ein „falscher“ Priester feiert die Messe. Die Leute sind rundum zufrieden. Der Schwindel fliegt auf. So geschehen in Neukirchen an der Enknach und in Gilgenberg.Ein Dilemma wird deutlich. Über hundert Pfarren in Oberösterreich haben keinen eigenen Priester. Sie müssen sich selbst darum kümmern, dass immer ein Priester da ist, wenn Messe gefeiert werden soll. Pfarren, die ohnehin schon personell knapper besetzt sind, haben noch diese zusätzliche Sorge.
Viele der Pfarren stehen erst seit einem Jahrzehnt, manche schon lange in dieser Situation. „Pfarren sind Subjekt der Seelsorge“, wurde im Seelsorgekonzept für die Zukunft betont. Viel mehr als früher wird es auf das Mitwirken der Menschen in den Pfarren selbst ankommen, wie diese Pfarre sich entwickeln kann. Ob den Pfarren da nicht früher oder später die Luft ausgeht, weil doch kaum jemand die Zeit und Mühe im erforderlichen Ausmaß aufbringen kann?
Da kommen dann die Möchtegerns – denen Wesentliches für ihr Amt fehlt: der kirchliche Auftrag oder die Eignung. Die Sorge um Lösungen soll nicht den Pfarren allein aufgehalst werden. Sie betrifft die ganze Kirche.