Am 31. Dezember 2005 ist Ruth Musall, Leonding, gestorben. Die 1923 in Tilsit (heute Russland) als Tochter evangelischer Eltern Geborene konvertierte 1945 zum katholischen Glauben. Sie war in den Fünfziger-Jahren Diözesanführerin der Kath. Arbeiterjugend (KAJ), KAJ-Zentralführerin und Diözesanführerin der gesamten Kath. Jugend/weiblich. 1957 wurde sie in das Internationale Büro der KAJ gewählt. Bis zur Pensionierung 1982 war sie dann im Landesverlag beschäftigt. Schon 1943 kam sie nach Österreich, um an der Hochschule für Musikerziehung in Graz zu studieren. Die Hochschule wurde aber kriegsbedingt geschlossen. Ruth Musall war auf Kriegseinsatz in Polen, wo sie dem Katholizismus erstmals begegnete. 1945 kam sie in ein Flüchtlingslager in Mauerkirchen. Dort begann der Kontakt zur Laienspielgruppe der Kath. Jugend der Pfarre Linz-Don Bosco. 1948 wurde sie Mitarbeiterin der Laienspielgruppe von Pater Hornauer.
Ruth Musall wird am Donnerstag, 5. Jänner 2006, um 12.15 Uhr auf dem Barbara-Friedhof in Linz beerdigt. Um 10 Uhr wird in Leonding die Messe gefeiert.