Müll ist wertvoller geworden. Entsorgungsbetriebe reißen sich geradezu um den stinkenden Stoff, den sie ihrerseits als Roh- und Brennstoff verwenden können. Der Druckabfall in den Erdgasleitungen zu Jahresbeginn hat nachdenklich gemacht. Wer Rohstoffe hat, scheint am längeren Ast zu sitzen. Aufatmen nach nur einem Tag: die alten Verhältnisse sind wieder hergestellt. Der Kreislauf von Produktion und Verkauf dreht sich munter weiter. Der Rest wird entsorgt – doch die Sorge wird man damit nicht los.
Wirkliche Ent-Sorgung sieht anders aus. Wenn sich viele bemühen, weniger zu verbrauchen, kommt denen, die heute mit der Macht des Rohstoffreichtums spielen können, ein Weniger an Macht zu. Vor allem aber verbessert das die Lebenschancen kommender Generationen. Dinge und Stoffe sind Gottesgaben. Der Umgang damit ist eine Glaubensfrage, die man nicht allein mit dem Rechenstift beantworten sollte. Zu teuer, sagen manche, seien Alternativen. Wie teuer es zu stehen kommt, wenn man wie eh und je nur weiter verbraucht, lassen sie außer Acht. Ihre Kinder werden es besser wissen.