Schlitten sind „in“. Die „Petersburger Schlittenfahrt“ etwa wird um Weihnachten viel gespielt. Große und kleine Rodler bevölkern die Hügel am Rande der Siedlungen.
„Gottlob die ,Dreikönig’ vorüber, / Es winkt schon der Karneval, / Fünf Schlitten mit munteren Völklern / Kutschieren ins Städtchen zum Ball.“ Schlittenzeugnisse finden sich zu hauf in Literatur und Musik, übrigens auch in der Bibel (etwa Amos 1,3). Der Eingangs-Vierzeiler stammt von Franz Stelzhamer. Stefan Zweig beschreibt in den „Sternstunden“ Scotts Südpol-Expedition und „Schlittenhunde, die sich auf dem nördlichen arktischen Eis so ausgezeichnet bewährt hatten, dass sie schon längst von den Norwegern in den Adelsstand erhoben worden waren“. Schlitten waren in der Antike Transportmittel. Sie zogen auch Schiffe über felsige Landschaft. Erste Schlitten-Spazierfahrten sind im 15. Jahrhundert dokumentiert: 1452 wetterte ein Prediger gegen die „höchst unmoralische Sache“ (Geschwindigkeit, Vergnügungsrausch und das enge Beieinandersitzen von Mann und Frau). Im 19. Jahrhundert wurde Rodeln Wettkampfsport. Machen Sie mit: Wir fragen Sie, seit wann Rodeln olympisch ist. Unter allen Einsendungen verlosen wir drei Paar warme Socken (geben Sie uns deshalb bitte Ihre Schuhnummer bekannt!).
Ernst Gansinger
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