Es gibt es auf Spielkarten, auf Tassen – spülmaschinenfest – oder als Puzzle. Das Motiv von Gustav Klimts Adele Bloch-Bauer ist selbst Nicht-Kunstinteressierten wohl bekannt. Im Zuge des Restitutionsgesetzes muss das „Original“ jetzt an die rechtmäßige Besitzerin Maria Altmann zurückgegeben werden – wie vier weitere Klimt-Bilder. Auf einmal sind die Bilder sehr teuer geworden. 100 Millionen? 200 Millionen? Eine nationale Kraftanstrengung soll unternommen werden, um die Bilder für Österreich zu sichern.
Es sind Bilder mit Geschichte. Beschlagnahmung jüdischen Vermögens, Vertreibung, Emigration. All das wird in seinen Spätfolgen bewusst. Auch nicht für 200 Millionen Euro kann gutgemacht werden, was damals an Unrecht geschehen ist.
Es mag schmerzlich sein – aber vielleicht ist es das bessere Symbol, wenn die Bilder jenen Weg nachgehen, den auch die Menschen gehen mussten, denen sie eigentlich gehört haben. Es sind Bilder mit mehr als nur mit Kunstwert. Auch ihre Geschichte soll mit erzählt werden, ob in Wien, New York oder sonst an einem Ort der Welt. Man soll nicht alles haben wollen. Manchmal ist Loslassen-können die höhere Kunst.