Mit einer provokanten Aussage wurde man kürzlich im Online-Standard zum Lesen eines Artikels verleitet: „Wer häufig Essensfotos ins Netz stellt, ist anfällig für Essstörungen.“ Das Zitat stammt von Valerie Taylor, einer Psychologin des Kanadischen Netzwerks für Fettsucht, die in dem Artikel noch weiter zitiert wird: „Auch Menschen mit Tattoo-Motiven, die Essen symbolisieren, könnten ein Problem haben.“
Könnten sie natürlich. Leider gibt es noch keine Studien dazu. Also muss ich mir jetzt Sorgen machen um Freunde, die Essens-Blogs betreiben und des Öfteren Fotos von leckeren Speisen online stellen? Oder sollte ich erst bei einem tätowierten Hamburger am Oberarm stutzig werden? Die Expertin wüsste wohl die Antwort. Aber braucht man wirklich auf jede noch so sinnlose Frage des alltäglichen Lebens eine Experten-Meinung? Wohl eher nein, manchmal geht's auch mit dem Hausverstand. Denn Experten, die zu allem eine Meinung haben müssen, könnten ein Problem mit der Wertschätzung ihres eigenen Tuns haben.
Könnten sie. Denn leider gibt es hier ebenfalls noch keine Studien, aber vielleicht findet sich auch für diese Frage noch ein Experte oder eine Expertin.