Ich mag meinen Namen gerne. In der Kindheit vor allem auch deswegen, weil dieser eher selten vorkommt und ich somit immer die einzige Dagmar in der Klasse war. Die heilige Dagmar (13. Jahrhundert) erhielt den Vornamen erst bei ihrer Vermählung. Getauft wurde sie auf den Namen Margaretha. Bei ihrer Lebensgeschichte sprechen mich im Besonderen folgende Punkte an: Ihre Jugend war von Vertreibung geprägt. Vertrieben zu werden ist bis in die jüngere Geschichte und leider auch in der Gegenwart ein Thema. Heimatlos, nicht gewollt zu sein scheint mir ein schweres Schicksal. Ich persönlich fühle mich mit meiner Heimat, der Natur und den Menschen sehr verbunden und ich bin dankbar, hier leben zu dürfen.
Dagmar verstarb mit nur 26 Jahren bei der Geburt des zweiten Kindes. Zu dieser Zeit war es natürlich keine Seltenheit, dass Frauen bzw. das Kind bei der Geburt sterben. Die Geburt unserer beiden Kinder habe ich zu keinem Zeitpunkt als das „Natürlichste“ auf der Welt empfunden. Für mich war es das größte Geschenk.