BRIEF_KASTEN
Den Joghurt-Plastikbecher auswaschen und für Jungpflanzen verwenden, die übrig gebliebenen Erdäpfel für die Hühner zerstampfen, die Sackerl zum Einfrieren von Gemüse nach Gebrauch auswaschen, die alten Handtücher zerschneiden und zum Putzen verwenden, aus alten Bettlaken Geschirrtücher machen? – Sie kennen das sicher. Als Jugendliche hat mich diese Art mit Dingen umzugehen oft aufgeregt: Alles aufzuheben und wieder zu verwenden schien mir doch etwas übertrieben! – Das Wenige, das man hatte, achtsam zu verwenden, damit ist die (Groß-)Eltern-Generation aufgewachsen. Sparsamkeit und Kreativität ergaben eine spannende Mischung. Heute nennt man das Nachhaltigkeit, die Jungen haben diese Art mit Lebensmitteln und Dingen umzugehen wieder entdeckt. Jetzt ist es ein hipper Trend. Kürzlich servierten in einer Satiresendung junge Haubenköche Pizzaknödel: Aus übrig gebliebenen Pizzarändern haben sie Knödel geformt und mit Parmesan und Tomaten serviert. Das war sicher köstlich. Und was ich vor 20 Jahren verweigert hätte, mache ich jetzt auch: Sackerl auswaschen und zum Trocknen aufhängen. Wer hätte das gedacht? Ich nicht!
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