BRIEF_KASTEN
Lesen gehört seit jeher zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen. Auf meinem Nachtkästchen liegen meistens mehrere Bücher. Aktuell befindet sich dort eine Familiengeschichte in Romanform – knapp 1150 Seiten, von denen ich rund 900 noch vor mir habe. Zumindest bislang genieße ich die Lektüre sehr.
Aber ich habe eine vielleicht etwas eigenartige Angewohnheit: Ich lese fast nie nur ein Buch, sondern meist zwei gleichzeitig. Gerade bei einem umfangreichen Buch schätze ich es, dazwischen kürzere einzustreuen, die meist in eine völlig andere Richtung gehen: Aktuell ist das ein Krimi, es könnte aber auch ein Sachbuch sein.
Vor einiger Zeit habe ich überlegt, warum ich das mache. Fehlt mir mittlerweile das Durchhaltevermögen für dicke Bücher?
Heute sehe ich das entspannt: Da gibt es einerseits praktische Gründe für die Unterbrechungen: Die Familiengeschichte ist ein dickes, gebundenes Buch, das man nicht einfach überall hin mitnehmen kann. Andererseits hat mein Verhalten einen weiteren Nebeneffekt: Oft bin ich gerade bei langen Romanen enttäuscht, wenn sie schließlich doch ausgelesen sind. Gerne hätte ich mich noch eine Zeit lang in ihrer Welt bewegt. Die Lektüre für ein anderes Buch verlängert zwar nicht den Text des ersten Werkes. Aber immerhin zögert sie den Zeitpunkt hinaus, da man sich von ihm endgültig verabschieden muss.
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