BRIEF_KASTEN
Viel und gerne wird zur Zeit demonstriert. Nicht immer scheint klar, für welches Anliegen man dabei mit wem auf die Straße geht. Wer etwa gegen Corona-Maßnahmen aufbegehrt, muss sich fragen, wie man die Krise anders lösen könnte. Das Virus lässt sich von Freiheitsrufern nicht beeindrucken. Freiheitskämpfer/innen, die sich an keine Regeln halten, schränken die ersehnte Freiheit aller ein, die wir nur durch Abstand halten, Masken tragen, Hände desinfizieren und Impfungen erreichen können. Denn glauben Sie mir: Auch jene, die die Maßnahmen mittragen, sind ihrer müde. Und ob alle Maßnahmen verhältnismäßig sind, fragen sich nicht nur die Künstler/innen. Trotzdem muss man sich das Ziel vor Augen halten: Wir wollen, dass möglichst wenig Menschen sterben. Wie erreichen wir das? – Das kritisch zu hinterfragen, ist unser gutes Recht. Durch das Kleinreden des Corona-Virus wird die Pandemie nicht bewältigt. Auch Befindlichkeiten zählen nicht. „Wir müssen bedenken, was auf dem Spiel steht“, sagte kürzlich der leitende Arzt eines Wiener Krankenhauses. Bei aller Corona- und Frühjahrsmüdigkeit will ich das nicht aus den Augen verlieren.
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