BRIEF_KASTEN
Offen ist zum Beispiel die Frage, inwieweit er in der Spur von Franziskus bleibt. Das liegt weniger daran, dass sich Leo in Symbolen von ihm unterscheidet (geplante Rückkehr in den Vatikanpalast, Nutzung von Castel Gandolfo ...).
Stattdessen gibt es inhaltliche Indizien, die mögliche Veränderungen andeuten. So wird seit einiger Zeit wieder über den tridentinischen Messritus diskutiert, den Franziskus einschränkte.
Aber diesen Indizien stehen wiederum offene Fragen gegenüber. In der römischen Kurie stehen wichtige Personalentscheidungen an. Wem wird Leo XIV. Verantwortung übertragen? Fraglich ist auch, was der Papst meinte, als er jüngst von einer Einschränkung der Meinungsfreiheit auch in westlichen Staaten sprach. Selbst der deutsche Kardinal Reinhard Marx räumte ein, damit nichts anfangen zu können.
Apropos Deutschland: Hier ist nicht abzusehen, wie sich der Papst gegenüber dem dortigen synodalen Weg verhält: Lässt er die Einbindung von Laienvertretern in bischöflichen Entscheidungen zu? Stoppt er diese Reform? Vorerst bleibt nur das Warten.
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