BRIEF_KASTEN
Trost, das ist wie eine Ohnmacht, die dennoch hofft. Es ist das Einbekenntnis, dass man die Fäden des Lebens nicht selbst in der Hand hat – und dass es dennoch zum Guten kommt.
Es mag dieses Vertrösten geben, von dem man sagt, es sei billig. Dieses kommt nicht von Herzen. Es will sich eher fortstehlen vom Leid.
Doch Trösten ist eine Kostbarkeit, die man nicht schlechtreden sollte. Im Trösten teilen Menschen ihr Leid, ihre Ohnmacht. Sie teilen ihre eigene Hoffnung mit dem, dessen Hoffnung zu ersticken droht. Sie teilen auch ihren Glauben, wie durch den Atem eines Retters ein Mensch wieder selbst zu Atem kommt.
Am Kreuzweg Jesu gibt es eine schier unglaubliche Stelle: Frauen weinen um Jesus, als sie dem Gemarterten mit dem Kreuz auf dem Rücken begegnen. Es bleibt ihnen nur das Weinen. Tun können sie nichts. Nur, dass sie da sind! Doch der eigentlich Trostbedürftige wird selbst zum Tröster am Weg.
In der Betrachtung dieses Geschehens sind wir Menschen hineingenommen in den Trost, der von Jesus kommt. Glaube füllt die Trostlosigkeit. Hoffnung und Glück, Freude und Sinn: Sie liegen nicht nur an dir und an mir. Größeres ist im Spiel. Es trocknet Tränen und öffnet die Tür ins Morgen.
BRIEF_KASTEN
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