BRIEF_KASTEN
Die Bischofssynode hat diese Woche in Rom ihre Arbeit aufgenommen. Daneben haben katholische Reformgruppen Veranstaltungen in der Ewigen Stadt angekündigt. Ein gutes Zeichen wäre es, wenn Papst Franziskus von seiner eigenen Synode aus positive Signale an die anderen Veranstaltungen sendet – und sei es nur im Rahmen eines Grußes.
Denn eigentlich könnte er sich freuen über alle, die sich außerhalb der offiziellen „Kirchenversammlung“ kritisch-konstruktive Gedanken zur Reform der Kirche machen: Das zeigt, dass ihnen die Kirche nicht egal ist.
Eigentlich wäre das Engagement dieser Menschen eine eigene Enzyklika wert. Eigentlich würde zudem ein verständnisvolles päpstliches Schreiben an jene Menschen guttun, die die Kirche aus Frustration über ihre Starrheit verlassen haben.
Denn auch das hieße, „an die Ränder zu gehen“ – ein Ausdruck, den Franziskus selbst geprägt hat. Um ihn in Bezug auf die Kirche zu verwirklichen, muss der Papst nicht wie jüngst 7000 Kilometer Luftlinie zu den knapp 1500 Katholik:innen in der Mongolei reisen.
Denn die Ränder der Kirche liegen in nicht geringerem Maße direkt vor seiner Haustür: Auch in Italien schrumpft laut Umfragen die kirchliche Beheimatung.
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